| Liebe Leserinnen und Leser, Klimapolitik steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen ambitionierten Emissionszielen und internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Steigende Energiepreise, neue CO₂-Regime und industriepolitische Eingriffe werfen die Frage auf, wie Klimaschutz effizient gestaltet werden kann, ohne Unternehmen im globalen Wettbewerb zu benachteiligen. Die neue Ausgabe des ZEW Monthly mit dem Schwerpunkt „Klimapolitik und Wettbewerb“ greift zentrale Ergebnisse unserer Analysen auf: Wir zeigen, welche Effekte ein Industriestrompreis haben kann, welche Wirkungen CO₂-Steuern im Luftverkehr entfalten und wie sich Klimaziele im neuen EU-Emissionshandel ETS2 kosteneffizient erreichen lassen. Dabei wird deutlich, dass konsistente, marktorientierte Instrumente entscheidend sind. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre.
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 | | | FORSCHUNG ZU KLIMAPOLITIK UND WETTBEWERB |
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| | | | ↗ INDUSTRIESTROM-PREIS BREMST EFFIZIENZ UND WETTBEWERB
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| Eine aktuelle ZEW-Studie zeigt, dass Stromsubventionen ab 2026 Anreize für Energieeffizienz schwächen und die Wettbewerbsdynamik in der Industrie bremsen könnten. „Der Industriestrompreis wirkt kurzfristig entlastend – aber solche Vergünstigungen können Unternehmen, die im selben Markt aktiv sind, sehr ungleich behandeln und damit den Wettbewerb verzerren“, sagt ZEW-Ökonom Joscha Krug.
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| | | | | ↗ SAF-QUOTEN SCHLAGEN CO₂-STEUERN IM LUFTVERKEHR
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| Welche Klimapolitik wirkt im Luftverkehr am besten? Eine neue Studie von ZEW und Bauhaus Luftfahrt zeigt: Unter realistischen Marktbedingungen sind verbindliche Quoten für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) volkswirtschaftlich günstiger als CO₂-Steuern. „Bei gleicher globaler Emissionsminderung verursacht eine SAF-Quote deutlich geringere Wohlfahrtskosten als eine CO₂-Steuer – und die Ticketpreise steigen wesentlich moderater“, sagt Ko-Autorin Anna Straubinger.
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| | | | | ↗ KLIMAZIELE LASSEN SICH DEUTLICH KOSTENEFFIZIENTER ERREICHEN
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| Welches Potenzial steckt im geplanten EU-Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (ETS2)? Eine aktuelle ZEW-Studie berechnet, dass ein besser ausgestalteter ETS2 die Kosten der EU-Klimapolitik um gut 20 Prozent, bzw. um bis zu 824 Mrd. Euro, senken könnte. „Ein EU-weiter CO₂-Preis kann Emissionen dort reduzieren, wo es am günstigsten ist“, erklärt ZEW-Wissenschaftler Sebastian Rausch.
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| | ↗ EZB-NACHFOLGE: WER STEHT FÜR WELCHEN KURS?
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| Welche Positionen wird die Nachfolge von Christine Lagarde an der Spitze der EZB vertreten? Eine aktuelle ZEW-Analyse untersucht mithilfe KI-gestützter Auswertung öffentlicher Reden die geldpolitische Ausrichtung möglicher Kandidierender. Im Fokus stehen Pablo Hernández de Cos, Klaas Knot, Joachim Nagel und Isabel Schnabel. Die Ergebnisse zeigen: Alle vier positionierten sich im inflationsgeprägten Umfeld der Jahre 2022 bis 2024 eher „falkenhaft”, unterscheiden sich jedoch in ihrer Entschlossenheit zur Inflationsbekämpfung sowie in ihrer Entwicklung über die Zeit.
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| | | | ↗ 12-UHR-TANKREGEL: 6 CENT HÖHERE MARGE AUF BENZIN
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| Bringt die 12-Uhr-Regel wirklich Entlastung an der Zapfsäule? Eine gemeinsame Studie von ZEW und dem Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE) zeigt, dass die Benzinmargen seit Einführung im Schnitt um rund sechs Cent pro Liter gestiegen sind. „Die Preise für Diesel zogen bereits vor Inkrafttreten der Regelung im Verlauf des Iran-Konflikts stark an“, sagt ZEW-Forscher Jacob Schildknecht.
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| | | | | ↗ UMFANGREICHE ENTLASTUNGEN OHNE NEGATIVEN EINFLUSS AUF VERSORGUNG MÖGLICH
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| Wie lässt sich die gesetzliche Krankenversicherung stabilisieren? Die FinanzKommission Gesundheit hat erste Vorschläge vorgelegt – von zusätzlichen Einnahmen bis zur Begrenzung des Ausgabenwachstums. „Der Bericht macht vor allem deutlich, dass umfangreiche Entlastungen der Krankenversicherung möglich sind, ohne dass die Versorgung negativ beeinflusst wird“, sagt ZEW-Gesundheitsökonom Simon Reif.
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| | | | | ↗ „FINANZBILDUNGS-PROGRAMME WIRKSAM GESTALTEN“
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| Wie kann Finanzbildung junge Menschen besser erreichen? „Junge Menschen stehen zunehmend vor komplexen finanziellen Entscheidungen, etwa zur eigenständigen Planung der Altersvorsorge, zur Beteiligung am Kapitalmarkt oder zum verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Finanzangeboten“, sagt ZEW-Ökonomin Leah Zimmerer, die im Projekt EvaFin zur Qualität und Wirksamkeit von Finanzbildungsangeboten forscht.
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| Warum werden Überschriften immer zugespitzter – und was macht das mit den Nutzern/-innen? Im ZEW-Podcast spricht Host Katrin Müller mit den Ökonominnen Raphaela Andres (ZEW) und Lara Marie Berger (Universität zu Köln) über die Mechanismen digitaler Medienmärkte: Wirkt Regulierung – oder wirkt sie nicht? – und was das Netzwerkdurchsetzungsgesetz messbar verändert. Außerdem: Gegenrede, Fact-Checks, bessere Anreize für Qualitätsjournalismus und Medienbildung.
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| ZEW WIRKLICH WIRTSCHAFT – JETZT ÜBERALL WO ES PODCASTS GIBT!
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| | | Der Ölpreis steigt, die Politik reagiert mit einem Maßnahmenpaket – doch braucht es jetzt staatliche Eingriffe? Oder wäre Zurückhaltung die bessere Option? „Die Regierung wäre besser beraten, sich auf einen möglichen Eskalationsfall vorzubereiten, aber die Preise so lange wie möglich wirken zu lassen. Aktionismus erzeugt Schlagzeilen, ist meist aber keine gute Wirtschaftspolitik“, schreibt ZEW-Präsident Achim Wambach in seinem Kommentar für den Wirtschaftsdienst.
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| |  | | RÜCKSCHAU |  |
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| | ↗ MaCCI-JAHRESKONFERENZ 2026 Zwischen Industriepolitik, Plattformökonomie und Künstlicher Intelligenz Am 19. und 20. März 2026 veranstaltete das Mannheim Centre for Competition and Innovation (MaCCI) am ZEW seine 15. Jahreskonferenz. Rund 130 Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der Wettbewerbs- und Innovationsforschung zu diskutieren.
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| ↗ #ZEWLIVE: ZUKUNFTSQUOTE IM BUNDESHAUSHALT ZEW und WWF diskutieren finanzielle Zukunftsorientierung Deutschlands Wie zukunftsorientiert ist der Bundeshaushalt? Mit dieser Frage beschäftigte sich das #ZEWlive am 16. April, in der das ZEW und der WWF Deutschland die aktualisierte Zukunftsquote vorstellten. Die Zukunftsquote ist ein Indikator, der den Anteil zukunftsorientierter Ausgaben im Bundeshaushalt transparent macht. Prof. Dr. Friedrich Heinemann präsentierte die zentralen Ergebnisse und diskutierte sie anschließend mit Viviane Raddatz (Leiterin des Bereichs Klima- und Energiepolitik beim WWF), Dr. Yannick Bury und Dr. Sebastian Schäfer (beide Mitglieder des Deutschen Bundestags) in einem Panel.
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| | | | | ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim L7, 1 · 68161 Mannheim Tel.: +49 (0)621/1235-01 E-Mail: zewmonthly@zew.de Webseite: www.zew.de
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| | | | | Geschäftsführer: Prof. Achim Wambach, PhD; Claudia von Schuttenbach Aufsichtsratsvorsitzender: Ministerialdirektor Dr. Hans Reiter Sitz der Gesellschaft: Mannheim Amtsgericht Mannheim HRB 6554 USt-IdNr.: DE188318292 Datenschutzerklärung Ausführliches Impressum
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