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ZEW Monthly Mai 2024 mit Fokus Gesundheit
Gesundheit ist nicht nur ein individuelles Gut, das die Lebensqualität der Einzelnen beeinflusst. Der Gesundheitsmarkt hat auch eine erhebliche ökonomische Bedeutung für den Standort Deutschland: 2021 machte er mit fast 392 Milliarden Euro über zwölf Prozent des BIPs aus.
 
Im aktuellen ZEW Monthly geben wir deshalb dem Thema „Gesundheit“ Raum. So schlagen ZEW-Forscher/innen eine Reform der Finanzierung Gesetzlicher Krankenversicherungen vor. An der kürzlich durch das Bundeskabinett gegangenen Krankenhausreform gibt es noch Verbesserungsbedarf. Und eine Untersuchung ergibt, dass die Deutschen im internationalen Vergleich besonders oft, allerdings auch besonders kurze Hausarzttermine haben.
Nachhaltige Haushaltspolitik: Budgets mit Wirkung, Investitionen in die Zukunft
↗ PANELDISKUSSION BEI DER BW-BANK STUTTGART
FORSCHUNG ZU GESUNDHEIT
Prof. Dr. Simon Reif

↗ DRINGENDER VERBESSERUNGSBEDARF BEI KRANKENHAUS-REFORM
 
 
Das Bundeskabinett hat die geplante Krankenhausreform gebilligt. Der Entwurf kommt als nächstes zu Beratungen in den Bundestag. Simon Reif, Leiter der Forschungsgruppe „Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik“ am ZEW sowie Professor für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Gesundheitsmärkte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), kommentiert den Entwurf: „Grundsätzlich ist es sehr zu begrüßen, dass sich die Bundesregierung einer Krankenhausreform annimmt. Die aktuelle Krankenhausstruktur ist einer der Gründe dafür, dass in Deutschland beispielsweise trotz einer im internationalen Vergleich sehr hohen Anzahl an Pflegekräften über Pflegemangel geklagt wird. Es besteht aber noch dringend Verbesserungsbedarf am aktuellen Entwurf. ...
 
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Prof. Achim Wambach, PhD

↗ LANGFRISTIGE ANREIZE FÜR BESSERE VERSORGUNG NÖTIG
 
 
Im internationalen Vergleich bietet das deutsche Gesundheitssystem eine umfassende Versorgung. Allerdings liegt Deutschland bei Qualitätsindikatoren für das Gesundheitswesen hinter vergleichbaren Ländern mit niedrigeren Gesundheitsausgaben. Ein Grund dafür ist die kurzfristige Perspektive von Gesundheitspolitik und Selbstverwaltung. Daher schlagen ZEW-Wissenschaftler/innen eine Reform der Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen vor. Der Risikostrukturausgleich (RSA), der die Beiträge der Versicherten fair zwischen den einzelnen Krankenkassen aufteilen soll, soll längerfristiger ausgerichtet werden, um Fehlanreize in der Versorgung zu verringern.
 
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Sabrina Schubert

↗ HAUSARZTBESUCHE IN DEUTSCHLAND SIND KURZ, ABER HÄUFIG
 
 
Der Austausch zwischen Ärzten/-innen und Patienten/-innen ist ein Schlüsselfaktor für gute Versorgung, insbesondere im hausärztlichen Sektor. Wie viel Zeit für die ärztliche Untersuchung und Beratung, die sogenannte Kontaktzeit, allerdings angemessen ist, darüber besteht weder in der gesundheitspolitischen noch in der wissenschaftlichen Diskussion Einigkeit. Eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim, unterstützt durch die Strube Stiftung, zeigt, dass sich die hausärztliche Versorgung und die Vergütung für hausärztliche Leistungen zwischen europäischen Ländern stark unterscheiden. In den Daten fällt Deutschland im Vergleich dadurch auf, dass Patientinnen und Patienten nur wenig Zeit beim Arztbesuch verbringen, aber viele Termine wahrnehmen.
 
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AUF EINEN BLICK
↗ BEDENKEN UND UNSICHERHEIT HEMMEN KI-EINSATZ IN UNTERNEHMEN 
 
Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat ihr aktuelles Jahresgutachten an Bundeskanzler Olaf Scholz übergeben. Darin konstatiert die Expertenkommission, dass Deutschland und die Europäische Union (EU) bei der Entwicklung und beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) dringend aufholen müssen. Bei KI handelt es sich um eine Schlüsseltechnologie, die die technologische und ökonomische Entwicklung in den kommenden Jahren entscheidend prägen wird.
Hindernisse für KI-Einsatz in Unternehmen in Deutschland 2023 (in Prozent)
Lesehilfe:
68 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft gaben an, dass fehlende zeitliche oder personelle Kapazitäten den Einsatz von KI erschweren.

Mehr zum EFI-Jahresgutachten 2024
AKTUELLE ZEW-THEMEN
Rebecca Janßen

↗ IMMER MEHR STERNE BEI BEWERTUNGEN VON PRODUKTEN
 
 
Die Sterne-Anzahl für Produkte in untersuchten Online-Shops stieg in den vergangenen Jahren an, wobei die Qualität der Produkte laut den zugehörigen Bewertungstexten gleich blieb. Bei Sterne-Bewertungen zeigt sich also eine Inflation. Dafür haben Forschende von ZEW und der Stanford University über fünf Millionen Online-Produktrezensionen ausgewertet und die Texte inhaltlich mit den Sterne-Bewertungen abgeglichen. Dabei stellen sie fest, dass die Experten-Rezensionen zwar inhaltlich zutreffender sind. Jedoch vergeben sie im Zeitverlauf genauso inflationär fünf Sterne wie Laien.
 
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Prof. Achim Wambach, PhD

↗ ZEW IST MITGLIED DES LEIBNIZ-LABS ZUR PANDEMIEBEKÄMPFUNG
 
 
Das neue Leibniz-Lab „Pandemic Preparedness: One Health, One Future” verknüpft exzellente inter- und transdisziplinäre Forschung aus 41 Leibniz-Instituten. Dabei kooperieren Erreger-orientierte Wissenschaften und Lebenswissenschaften erstmals deutschlandweit mit Gesundheitsökonomie und Bildungsforschung. Dieses neue Instrument der Leibniz-Gemeinschaft wird für 3 Jahre mit 3 Millionen Euro gefördert. Ziel ist es, zur Vorbereitung, Prävention und Reaktion auf künftige Pandemien die Forschungsarbeiten auf den genannten Gebieten zu bündeln und das erworbene Wissen politisch Verantwortlichen zur Verfügung zu stellen.
 
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Effrosyni Adamopoulou, PhD

↗ KRIEGSKINDER ÜBERKOMPENSIEREN ENTBEHRUNGEN REST DES LEBENS
 
 
Kriegskinder, insbesondere Frauen, überkompensieren den Mangel an Fleisch während des Zweiten Weltkriegs in Europa für den Rest ihres Lebens. Sie essen nicht nur häufiger täglich Fleisch und geben mehr Geld für Lebensmittel aus, sondern erleiden auch häufiger Folgeerkrankungen wie Übergewicht oder Krebs als Menschen, die nicht von Fleischknappheit betroffen waren. Das haben Forscherinnen von ZEW, der Erasmus-Universität Rotterdam und der Global Labor Organization in einer Studie herausgefunden, in der sie Daten von rund 13.000 Menschen in Italien ausgewertet haben.
 
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Titelbild Podcast mit einem Portrait von Nicolas Ziebarth
Seit 1. April 2024 ist für Konsumenten/-innen von Cannabis „Highlife“ in Deutschland angesagt, denn an dem Tag trat das Cannbisgesetz (CanG) in Kraft, und damit die Legalisierung. Allerdings ist der Konsum von Cannabis stärker reguliert als bei anderen legalen Drogen. Der Erwerb wird ab dem 1. Juli 2024 über Anbauvereinigungen („Cannabis Social Clubs“) geregelt. Warum gerade das ein „Konjunkturprogramm für Dealer“ ist, erklärt Prof. Dr. Nicolas Ziebarth, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs „Arbeitsmärkte und Sozialversicherungen“, im neuen ZEW-Podcast. Außerdem sprechen er und Podcast-Host Bastian Thüne über den Cannabis-Milliardenmarkt in den USA sowie über gesundheitliche Folgen des Konsums von legalen Drogen und darüber, warum der Cannabiskonsum die Selbstmordrate in den USA senkte.
 
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Standpunkt Achim Wambach
↗ INNOVATIONSSTANDORT DEUTSCHLAND STÄRKEN
 
Die nachhaltige Stärkung des Standorts Deutschland ist wesentliche Voraussetzung, um die private Investitions- und Innovationstätigkeit auch in Zukunft anzuregen. Im Gastbeitrag im Monatsbericht des Bundesministeriums für Finanzen schreibt ZEW-Präsident Achim Wambach, PhD über die relevanten Stellschrauben.
 
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VERANSTALTUNGEN
↗ WIRTSCHAFTSPOLITIK AUS ERSTER HAND
MEHR DATEN UND WENIGER BEDENKEN 
 
Wie macht man Deutschlands Digitalinfrastruktur zukunftsfähig? Mit Bundesverkehrs- und Digitalminister Dr. Volker Wissing kam am 8. Mai 2024 ein hochkarätiger Gast ans ZEW, um diese Frage zu beantworten. Gut 200 Gäste lauschten gebannt dem Impulsvortrag und verfolgten aufmerksam die anschließende Diskussion zwischen dem Minister und ZEW-Präsidenten Prof. Achim Wambach, PhD.
 
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↗ ZEW LUNCH DEBATES
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ SOLL SICHER SEIN 
 
Am 13. März 2024 stimmte das EU-Parlament dem Artificial Intelligence (AI) Act zu. Auf diese Verordnung für künstliche Intelligenz (KI) hatten sich Anfang Dezember 2023 bereits Repräsentanten der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des Rates der Europäischen Union nach längeren Trilog-Verhandlungen geeinigt. Die Verordnung ist jedoch nicht in allen Punkten ausdefiniert. Unter anderem die Frage, wie große generative KI-Modelle mit möglichen systemischen Risiken konkret auf Ihre Sicherheit geprüft werden können, gilt es nun zu beantworten. Hier verweist die KI-Verordnung auf noch zu entwickelnde „Codes of Practice“ und harmonisierte Standards.
 
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UPCOMING
↗ KONFERENZ
22. ZEW-KONFERENZ ZUM THEMA ECONOMICS OF INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGIES 
 
Ziel der Konferenz am 27. und 28. Juni 2024 ist es, aktuelle wissenschaftliche Beiträge zur Ökonomie der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie zur Ökonomie der IKT-Industrie zu diskutieren. Hauptredner sind in diesem Jahr Maria Petrova (Universitat Pompeu Fabra, Spanien) und Tommaso Valletti (Imperial College London, Vereinigtes Königreich).
 
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→ HABEN SIE FRAGEN ODER ANREGUNGEN ZUM INHALT? SCHREIBEN SIE UNS GERN:
Dr. Frank Herkenhoff | frank.herkenhoff@zew.de
REDAKTION
Portrait Yvonne Bräutigam
 
Yvonne Bräutigam //
CvD
Portrait Simone Schlamp
 
Simone Mann //
Design
Portrait Fabian Oppel
 
Fabian Oppel //
Pressereferent
Portrait Julia Glashauser
 
Julia Glashauser //
Referentin Online-Kommunikation
 
 
Gefördert durch:
 
 
ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim
L7, 1 · 68161 Mannheim
Tel.: +49 (0)621/1235-01
E-Mail: zewmonthly@zew.de
Webseite: www.zew.de
 
Geschäftsführer:
Prof. Achim Wambach, PhD; Claudia von Schuttenbach
Aufsichtsratsvorsitzender:
Ministerialdirektor Dr. Hans Reiter
Sitz der Gesellschaft: Mannheim
Amtsgericht Mannheim HRB 6554
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