| Gesundheit ist nicht nur ein individuelles Gut, das die Lebensqualität der Einzelnen beeinflusst. Der Gesundheitsmarkt hat auch eine erhebliche ökonomische Bedeutung für den Standort Deutschland: 2021 machte er mit fast 392 Milliarden Euro über zwölf Prozent des BIPs aus. Im aktuellen ZEW Monthly geben wir deshalb dem Thema „Gesundheit“ Raum. So schlagen ZEW-Forscher/innen eine Reform der Finanzierung Gesetzlicher Krankenversicherungen vor. An der kürzlich durch das Bundeskabinett gegangenen Krankenhausreform gibt es noch Verbesserungsbedarf. Und eine Untersuchung ergibt, dass die Deutschen im internationalen Vergleich besonders oft, allerdings auch besonders kurze Hausarzttermine haben.
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| | | | ↗ DRINGENDER VERBESSERUNGSBEDARF BEI KRANKENHAUS-REFORM
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| Das Bundeskabinett hat die geplante Krankenhausreform gebilligt. Der Entwurf kommt als nächstes zu Beratungen in den Bundestag. Simon Reif, Leiter der Forschungsgruppe „Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik“ am ZEW sowie Professor für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Gesundheitsmärkte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), kommentiert den Entwurf: „Grundsätzlich ist es sehr zu begrüßen, dass sich die Bundesregierung einer Krankenhausreform annimmt. Die aktuelle Krankenhausstruktur ist einer der Gründe dafür, dass in Deutschland beispielsweise trotz einer im internationalen Vergleich sehr hohen Anzahl an Pflegekräften über Pflegemangel geklagt wird. Es besteht aber noch dringend Verbesserungsbedarf am aktuellen Entwurf. ...
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| | | | | ↗ LANGFRISTIGE ANREIZE FÜR BESSERE VERSORGUNG NÖTIG
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| Im internationalen Vergleich bietet das deutsche Gesundheitssystem eine umfassende Versorgung. Allerdings liegt Deutschland bei Qualitätsindikatoren für das Gesundheitswesen hinter vergleichbaren Ländern mit niedrigeren Gesundheitsausgaben. Ein Grund dafür ist die kurzfristige Perspektive von Gesundheitspolitik und Selbstverwaltung. Daher schlagen ZEW-Wissenschaftler/innen eine Reform der Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen vor. Der Risikostrukturausgleich (RSA), der die Beiträge der Versicherten fair zwischen den einzelnen Krankenkassen aufteilen soll, soll längerfristiger ausgerichtet werden, um Fehlanreize in der Versorgung zu verringern.
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| | | | | ↗ HAUSARZTBESUCHE IN DEUTSCHLAND SIND KURZ, ABER HÄUFIG
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| Der Austausch zwischen Ärzten/-innen und Patienten/-innen ist ein Schlüsselfaktor für gute Versorgung, insbesondere im hausärztlichen Sektor. Wie viel Zeit für die ärztliche Untersuchung und Beratung, die sogenannte Kontaktzeit, allerdings angemessen ist, darüber besteht weder in der gesundheitspolitischen noch in der wissenschaftlichen Diskussion Einigkeit. Eine aktuelle Studie des ZEW Mannheim, unterstützt durch die Strube Stiftung, zeigt, dass sich die hausärztliche Versorgung und die Vergütung für hausärztliche Leistungen zwischen europäischen Ländern stark unterscheiden. In den Daten fällt Deutschland im Vergleich dadurch auf, dass Patientinnen und Patienten nur wenig Zeit beim Arztbesuch verbringen, aber viele Termine wahrnehmen.
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| | ↗ BEDENKEN UND UNSICHERHEIT HEMMEN KI-EINSATZ IN UNTERNEHMEN
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| Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat ihr aktuelles Jahresgutachten an Bundeskanzler Olaf Scholz übergeben. Darin konstatiert die Expertenkommission, dass Deutschland und die Europäische Union (EU) bei der Entwicklung und beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) dringend aufholen müssen. Bei KI handelt es sich um eine Schlüsseltechnologie, die die technologische und ökonomische Entwicklung in den kommenden Jahren entscheidend prägen wird.
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| | Lesehilfe: 68 Prozent der Unternehmen in der Informationswirtschaft gaben an, dass fehlende zeitliche oder personelle Kapazitäten den Einsatz von KI erschweren.
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| | | | ↗ IMMER MEHR STERNE BEI BEWERTUNGEN VON PRODUKTEN
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| Die Sterne-Anzahl für Produkte in untersuchten Online-Shops stieg in den vergangenen Jahren an, wobei die Qualität der Produkte laut den zugehörigen Bewertungstexten gleich blieb. Bei Sterne-Bewertungen zeigt sich also eine Inflation. Dafür haben Forschende von ZEW und der Stanford University über fünf Millionen Online-Produktrezensionen ausgewertet und die Texte inhaltlich mit den Sterne-Bewertungen abgeglichen. Dabei stellen sie fest, dass die Experten-Rezensionen zwar inhaltlich zutreffender sind. Jedoch vergeben sie im Zeitverlauf genauso inflationär fünf Sterne wie Laien.
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| | | | | ↗ ZEW IST MITGLIED DES LEIBNIZ-LABS ZUR PANDEMIEBEKÄMPFUNG
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| Das neue Leibniz-Lab „Pandemic Preparedness: One Health, One Future” verknüpft exzellente inter- und transdisziplinäre Forschung aus 41 Leibniz-Instituten. Dabei kooperieren Erreger-orientierte Wissenschaften und Lebenswissenschaften erstmals deutschlandweit mit Gesundheitsökonomie und Bildungsforschung. Dieses neue Instrument der Leibniz-Gemeinschaft wird für 3 Jahre mit 3 Millionen Euro gefördert. Ziel ist es, zur Vorbereitung, Prävention und Reaktion auf künftige Pandemien die Forschungsarbeiten auf den genannten Gebieten zu bündeln und das erworbene Wissen politisch Verantwortlichen zur Verfügung zu stellen.
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| | | | | ↗ KRIEGSKINDER ÜBERKOMPENSIEREN ENTBEHRUNGEN REST DES LEBENS
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| Kriegskinder, insbesondere Frauen, überkompensieren den Mangel an Fleisch während des Zweiten Weltkriegs in Europa für den Rest ihres Lebens. Sie essen nicht nur häufiger täglich Fleisch und geben mehr Geld für Lebensmittel aus, sondern erleiden auch häufiger Folgeerkrankungen wie Übergewicht oder Krebs als Menschen, die nicht von Fleischknappheit betroffen waren. Das haben Forscherinnen von ZEW, der Erasmus-Universität Rotterdam und der Global Labor Organization in einer Studie herausgefunden, in der sie Daten von rund 13.000 Menschen in Italien ausgewertet haben.
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| Seit 1. April 2024 ist für Konsumenten/-innen von Cannabis „Highlife“ in Deutschland angesagt, denn an dem Tag trat das Cannbisgesetz (CanG) in Kraft, und damit die Legalisierung. Allerdings ist der Konsum von Cannabis stärker reguliert als bei anderen legalen Drogen. Der Erwerb wird ab dem 1. Juli 2024 über Anbauvereinigungen („Cannabis Social Clubs“) geregelt. Warum gerade das ein „Konjunkturprogramm für Dealer“ ist, erklärt Prof. Dr. Nicolas Ziebarth, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs „Arbeitsmärkte und Sozialversicherungen“, im neuen ZEW-Podcast. Außerdem sprechen er und Podcast-Host Bastian Thüne über den Cannabis-Milliardenmarkt in den USA sowie über gesundheitliche Folgen des Konsums von legalen Drogen und darüber, warum der Cannabiskonsum die Selbstmordrate in den USA senkte.
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| | | Die nachhaltige Stärkung des Standorts Deutschland ist wesentliche Voraussetzung, um die private Investitions- und Innovationstätigkeit auch in Zukunft anzuregen. Im Gastbeitrag im Monatsbericht des Bundesministeriums für Finanzen schreibt ZEW-Präsident Achim Wambach, PhD über die relevanten Stellschrauben.
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| | | MEHR DATEN UND WENIGER BEDENKEN
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| Wie macht man Deutschlands Digitalinfrastruktur zukunftsfähig? Mit Bundesverkehrs- und Digitalminister Dr. Volker Wissing kam am 8. Mai 2024 ein hochkarätiger Gast ans ZEW, um diese Frage zu beantworten. Gut 200 Gäste lauschten gebannt dem Impulsvortrag und verfolgten aufmerksam die anschließende Diskussion zwischen dem Minister und ZEW-Präsidenten Prof. Achim Wambach, PhD.
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| | | KÜNSTLICHE INTELLIGENZ SOLL SICHER SEIN
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| Am 13. März 2024 stimmte das EU-Parlament dem Artificial Intelligence (AI) Act zu. Auf diese Verordnung für künstliche Intelligenz (KI) hatten sich Anfang Dezember 2023 bereits Repräsentanten der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des Rates der Europäischen Union nach längeren Trilog-Verhandlungen geeinigt. Die Verordnung ist jedoch nicht in allen Punkten ausdefiniert. Unter anderem die Frage, wie große generative KI-Modelle mit möglichen systemischen Risiken konkret auf Ihre Sicherheit geprüft werden können, gilt es nun zu beantworten. Hier verweist die KI-Verordnung auf noch zu entwickelnde „Codes of Practice“ und harmonisierte Standards.
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| | | | | ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim L7, 1 · 68161 Mannheim Tel.: +49 (0)621/1235-01 E-Mail: zewmonthly@zew.de Webseite: www.zew.de
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| | | | | Geschäftsführer: Prof. Achim Wambach, PhD; Claudia von Schuttenbach Aufsichtsratsvorsitzender: Ministerialdirektor Dr. Hans Reiter Sitz der Gesellschaft: Mannheim Amtsgericht Mannheim HRB 6554 USt-IdNr.: DE188318292 Datenschutzerklärung Ausführliches Impressum
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